Dabei wurden tausende Objekte an die Oberfläche geholt. Diese konnten später von Gedenkstättenmitarbeitern und Freiwilligen geborgen werden. Es sind hauptsächlich Alltagsgegenstände, Hygieneartikel, Kleidungsreste sowie Bruchstücke der Gebäude. Bei den Fundstellen handelt es sich um historische Müllgruben, verfüllte Gräben und frühere Abwasserauffangbecken. Die Fülle der Objekte ist für die Gedenkstätte eine große Herausforderung hinsichtlich ihrer Erforschung, Restaurierung und Aufbewahrung. In der ersten Werkstattausstellung „Dinge unserer Nachbarn … Geborgen“ waren Besucherinnen und Besucher eingeladen, sich mit ihren
Fragen, ihrem Wissen und Anregungen an der Beforschung der Fundstücke zu beteiligen. Viele der gesicherten Fundstücke sind medizinische Gegenstände, die auf die Zeit der Nutzung des Lagers als Kriegsgefangenen-Reservelazarett verweisen. Neben deutschen Pharmaprodukten tragen einige Fundstücke italienische Inschriften. Hingegen wurden kaum medizinische Gegenstände sowjetischer Herkunft geborgen.