Italienische Gefangene
im Kriegsgefangenen-Reservelazarett Zeithain
Am 8. September 1943 kapitulierte Italien und kündigte damit das deutsch-italienische Bündnis auf. Italienische Soldaten wurden zu Feinden. Die Wehrmacht verbrachte 600.000 von ihnen zur Zwangsarbeit nach Deutschland. Darunter befanden sich verwundete und erkrankte italienische Soldaten aus Südosteuropa. Etwa 3000, überwiegend an Malaria Erkrankte, brachte die Wehrmacht nach Zeithain. Mit den Transporten erreichte auch italienisches Sanitätspersonal, Krankenschwestern des Roten Kreuzes sowie deren medizinische Ausstattung das Lager. Nach der Gesundung vieler Malariaerkrankter leerte sich der italienische Teil des Lazaretts bis Ende 1943. Die Genesenen wurden zur Zwangsarbeit in andere Lager versetzt. Infolge ihrer harten Lebens- und Arbeitsbedingungen sowie Unterernährung er krankten viele italienische Kriegsgefangene 1944/1945 an Tuberkulose. Die teilweise ansteckenden und nicht mehr arbeitsfähigen Italiener wurden in das Lazarett Zeithain verlegt. Zur Isolierung der Tuberkulosekranken wurde ein eigener Bereich eingerichtet. Das Sanitätspersonal war auf diese Krankheit nicht vorbereitet und medizinisch kaum ausgestattet. Ihnen blieb oft nichts anderes übrig, als die Todkranken und Sterbenden bis zu ihrem Tod zu pflegen. Bis Sommer 1945 erlagen 874 italienische Soldaten ihren Krankheiten. Weitere ehemalige Gefangene verstarben auf dem Rücktransport in ihre italienische Heimat.





















