Die Ausstellung

Wir waren gezwungen, mit dem wenigen, was wir hatten zu operieren, oft war das nur eine Jodtinktur“ 
so beschrieb der italienische Militärarzt Federico Corrado den Mangel an medizinischer Ausstattung im Kriegsgefangenenlager Zeithain.

2024 eröffnete in der Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain eine Sonderschau mit verschiedenen Fundstücken vom einstigen Kriegsgefangenenlager Zeithain. Sie wurden hochaufgelöst fotografiert und bieten hier einen Einblick in die Geschichte des Lagers. Ab Herbst 2016 gruben unbekannte Militariasammler auf dem Areal Gegenstände aus. Dabei wurden tausende Objekte an die Oberfläche geholt. Eine unbekannte Zahl wurde entwendet. Auf dem Gelände blieben hunderte Objekte liegen. Viele der gesicherten Fundstücke sind medizinische Gegenstände, die auf die Zeit der Nutzung des Lagers als Kriegsgefangenen-Reservelazarett verweisen. Neben deutschen Pharmaprodukten und Gegenständen sowjetischer Herkunft tragen einige Fundstücke italienische Inschriften. Die Ausstellung wurde demnach in die beiden Bereiche Italiener und Rote Armee gegliedert. Vor allem für die Zeit des Reservelazaretts Zeithain, in dem viele Kriegsgefangene an Tuberkulose verstarben, ergänzen die Fundstücke die wenigen überlieferten Dokumente und Erinnerungsberichte. So verweisen beispielsweise unterschiedliche Behältnisse von Nahrungsergänzungsmitteln auf Hunger und Nährstoffmangel, den die Gefangenen im Lager erlitten.


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